Man muss jetzt mal ein bisschen mit dem gesunden Menschenverstand arbeiten. Wenn das imparfait im Französischen ein Ereignis beschreibt, das zeitlich unbestimmt ist, bei dem entweder der Anfang oder das Ende nicht interessiert oder nicht bekannt ist (Das Bild hing an der Wand., Er las eine Zeitung., Er arbeitete viel.) dann kann es folgende Dinge nicht tun.

Imparfait im Französischen
a) Es kann keine Handlungen beschreiben, die aufeinanderfolgen, denn diese fransen von der Natur der Sache her ja nicht aus, wenn die eine beginnt, ist die andere beendet.
b) Es kann keine punktuellen Handlungen beschreiben, denn eine punktuelle Handlung (" Sie brach in Tränen aus", "Er fiel tot um", "Das Auto knallte gegen einen Baum") ist immer auch abgeschlossen, sie franst an den Rändern nie aus. Eine punktuelle Handlung kann nur dann im imparfait stehen, wenn sie sich regelmäßig wiederholt hat ("Immer wenn man ihr sagte, dass sie etwas falsch gemacht hatte, brach sie in Tränen aus").

Da uns im Französischen, im Gegensatz zu den anderen romanischen Sprachen, nur noch das passé composé übrigbleibt (das passé simple wird im gesprochenen Französisch nicht mehr gebraucht und das plus-que-parfait hat eine leicht zu identifizierende Funktion, so dass eine falsche Verwendung ausgeschlossen ist), muss in folgenden Fällen das passé composé verwendet werden.

Passé composé im Französischen
a) Wenn Handlungen beschrieben werden, die aufeinanderfolgen (Zuerst hat er gespart, dann hat er sich ein Haus gebaut und dann hat er geheiratet.).
b) Wenn es sich um punktuelle Handlungen handelt, denn diese fransen nicht aus, und bei punktuellen Handlungen ist es auch ausgeschlossen, dass andere Handlungen in diese eingebettet sind. Punktuelle Handlungen können zwar in andere Handlungen eingebettet sein (Er las ein Buch, als es an der Tür klopfte.), man kann aber nicht in eine punktuelle Handlung eine andere einbetten bzw. parallel dazu verlaufen lassen (Solange die Bombe explodierte, schlief er. ist zwar lustig, ergibt aber keinen Sinn).