Wie bereits erwähnt, wird man sich über die Pronomen insgesamt, auch über die Personalpronomen, die wir bereits kennen gelernt haben, noch mal unterhalten müssen, und auch die Demonstrativpronomen werden wir an späterer Stelle noch einmal betrachten. Aber im Moment geht es nicht um Details, sondern um Tempo. Wir wollen uns die Dinge, die man braucht, um sich im Alltag zurechtzufinden, kurz und schnörkellos klar machen, und oft braucht man eben auch Demonstrativpronomen, wir haben sie auch schon oft verwendet, ohne sie detailliert vorzustellen. Demonstrativpronomen haben sehr viele Funktionen, die wir jetzt ansprechen werden, ohne zu klären, wie alle diese Funktionen im Französischen umgesetzt werden. Wir greifen uns nur erstmal das wichtigste raus.

Demonstrativpronomen
a) Demonstrativpronomen verweisen auf etwas, dessen Namen man nicht kennt, das funktioniert natürlich nur, wenn man darauf zeigen kann.

Ich will ein Stück von dem da.

Ich will ein Stück von dem da. (Etwas in der Art würde man zum Beispiel sagen, wenn man vor der Käsetheke steht, aber den genauen Namen nicht weiß. Man zeigt dann mit dem Finger drauf und sagt diesen da / den da.)

b) Mit Demonstrativpronomen kann man besonders betonen.

Dieser Idiot! Der macht einfach was er will!

c) Diese Funktion ist wahrscheinlich, zumindest im Französischen, die wichtigste. Die neutrale Form des Demonstrativpronomens ist eine Möglichkeit, ein unbekanntes oder ein nicht näher bestimmtes Subjekt oder einen Sinnzusammenhang zu referenzieren. Das klingt kompliziert, ist aber das Normalste der Welt.

Das ist aber merkwürdig. => ganzer Sinnzusammenhang ist Subjekt des Satzes.

(Dass Pinguine ausdauernd hüpfen können, das ist schon merkwürdig.)

Das weiß ich nicht.

Das geht nicht.

Das ist unmöglich.

Das Französische und das Deutsche unterscheiden sich erheblich in der Art, wie diese Funktionalitäten umgesetzt werden, aber das interessiert uns im Moment nicht, wir machen das später, in epischer Breite, Länge, Höhe und Tiefe.