Ist ein Verb der mentalen Durchdringung oder ein Verb, das auf einen Berichterstatter hinweist, genannt und steht dieses in einer Vergangenheitszeit, dann müssen alle Zeiten um eins nach hinten rutschen, die Zeitschiene muss neu justiert werden. In diesem Falle haben wir beträchtliche Abweichungen zu dem im Kapitel die Vergangenheitszeiten im Französischen Beschriebenen, teilweise verlieren die Zeiten ihre ursprüngliche Funktion völlig, wir werden darauf noch zurückkommen.

Beispiel (mit didaktisch motivierter Hilfsübersetzung, diese verwendet den Konjunktiv nicht)
Aussagesatz: Sie kauften sich ein Buch.
Ils achetèrent (passé simple) un livre.
direkte Rede: Sie sagten:"Wir kaufen uns ein Buch."
Ils dirent (passé simple): "Nous achetons un livre".
indirekte Rede: Sie sagten, dass sie sich ein Buch gekauft hatten.
Ils dirent (passé simple) qu' ils avaient acheté un livre.
Zeitenfolge: Sie dachten, dass sie sich ein Buch gekauft hatten.
Ils pensèrent (passé simple) , qu' ils avaient acheté un livre.

Was sieht unser geschärfter Adlerblick? Die Handlung hat in der Vergangenheit stattgefunden. Der Moment der Berichterstattung bzw. der Moment der mentalen Durchdringung liegt ebenfalls in der Vergangenheit. Wenn jetzt die Handlung, von der berichtet wird (indirekte Rede) oder die Handlung, die mental durchdrungen wird (Zeitenfolge), vor dem Zeitpunkt der Berichterstattung bzw. der mentalen Durchdringung lag, so muss das Erzählte bzw. mental Durchdrungene in der Vorvergangenheit geschildert werden. Nicht klar? Das ist doch ganz einfach. Jemand hat in der Vergangenheit denken können, dass man ihn betrogen hatte, dass man ihn in dem Moment betrog, in dem er es dachte, und dass man ihn, von einem Zeitpunkt der Vergangenheit aus betrachtet betrügen wird. Und er kann in der Zukunft denken, dass man ihn betrogen hat etc. etc. Wir machen das jetzt noch mal graphisch.