Wir wollen nochmal betonen, dass eine Unterscheidung zwischen indirekter Rede und Consecutio Temporum (Zeitenfolge) nicht zu treffen ist, diese Unterscheidung auch nicht geeignet ist, das Kernproblem herauszuarbeiten, sogar ganz im Gegenteil, das Verständnis erschwert. Die indirekte Rede ist lediglich ein Sonderfall der Consecutio Temporum.

Allerdings ist aus Gründen, auf die wir gleich zurückkommen werden, eine Unterscheidung zu treffen zwischen Gegenwartszeiten (présent, futur) und Vergangenheitszeiten (passé composé, imparfait, passé simple, plus-que-parfait, conditionnel). Steht das Verb, das den Prozess der mentalen Durchdringung bzw. die Art der Berichterstattung beschreibt in einer Vergangenheitszeit dann muss eine Anpassung erfolgen. Steht das entsprechende Verb in einer Gegenwartszeit ist diese Anpassung nicht notwendig.